Energie

Archiv
Diese Seite ist umgezogen und wird nicht mehr aktualisiert: Neuer Auftritt des Umweltbeauftragten: www.umwelt.elk-wue.de



Materialien

Energiesparcheckliste für Kirchengemeinden

Energie-Management in Kirchengemeinden -
Erste Ergebnisse und Erfahrungen aus drei Projekten der KEA (Word)


Information über regenerative Formen der Wärmegewinnung, zu bestellen, bzw. direkt zum Herunterladen beim Informationszentrum Energie des Landesgewerbeamts:
www.lgabw.de/bwl/lga/hdw/abt3/ref35/ie/ie-homepage.htm
(auf "Veröffentlichungen" klicken)

Führer "Unterwegs zu den erneuerbaren Energien" und auch sonst viel interessantes und themenspezifisches Material, zum Beispiel die "Energie-Holz-Fibel", die "Solarfibel" zu bestellen, bzw. direkt zum Herunterladen beim Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg:
www.wm.baden-wuerttemberg.de/htm/bereich2/index.htm
("Informationsmaterial" anklicken, dort dann auf "Energie und Rohstoffe"
klicken).

Ähnliche Materialien wie die anderen staatlichen Stellen, aber mit viel Material über Holzenergie: www.kea-bw.de
(dort auf Publikationen klicken)

Interaktive CD-Rom "Kliks mich Stuttgart", ideal für Kinder ab der 5. Klasse und Erwachsene. Mit vielen Beiträgen zu erneuerbaren Energien im Klimalexikon und in den Klimatipps. Zu bestellen über unseren Bestellservice.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Der Energiepass für kirchliche Gebäude

Hintergrund

Energieausweise nach EU-Richtlinie demnächst auch für kirchliche Gebäude
Energieausweis Evang. KG Sonnenberg



































Die Europäische Union hat 2002 die Richtlinie zur „Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden“ erlassen, die bis 2006 in deutsches Recht umzusetzen ist. Die EU-Richtlinie verfolgt, wie schon die Energieeinsparverordnung, einen ganzheitlichen Ansatz. Darüber hinaus müssen zukünftig im Rahmen dieser Richtlinie die Verwendung erneuerbare Energien, die Beleuchtung und Klimaanlagen geprüft werden.

Die Richtlinie soll Einsparpotentiale und Handlungsmöglichkeiten an Gebäuden aufzeigen, Anreize für Modernisierungsmaßnahmen geben und das Problembewusstsein fördern.
Die Untersuchungen werden in Form eines Energieausweises zusammengefasst. Der Ausweis enthält die Eckdaten eines Gebäudes, die Angaben zu technischen Anlagen und zur Gebäudehülle, Energiekennzahlen und, was am Wichtigsten ist, Empfehlungen für Verbesserungen. Dargestellt werden die Bedarfs- oder Verbrauchskennwerte im Energieausweis vermutlich in Form eines farbigen Bandes, das von grün nach rot verläuft. Je näher an der Farbe rot, desto höher ist der Energieverbrauch oder Bedarf verglichen mit einem ähnlichen Referenzgebäude.

Entsprechend der EU-Vorgaben muss der Energieausweis 2006 in nationales Recht umgesetzt werden. Derzeit kursiert der Referentenentwurf, der zur Anhörung an die Länder geht. Vermutlich wird im Laufe des Jahres 2006 die Richtlinie nach deutschem Recht gelten. Das Fraunhofer Institut für Bauphysik in Stuttgart hat eine nationale Bewertungsmethode nach DIN V 18599 entwickelt und für den praktischen Einsatz aufgearbeitet (www.ibp.fraunhofer.de/wt/normen.html).

Energieausweis auch für Kirchengebäude erforderlich

Die EU-Richtlinie schreibt für öffentliche Gebäude über 1.000 qm Nutzfläche einen Energieausweis vor, der öffentlich präsentiert werden muss. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden auch kirchliche Gemeindezentren und größere Verwaltungsgebäude mit über 1.000 qm Nutzfläche einen Energiepass erstellen müssen. Nicht erforderlich ist ein solcher Pass für sakrale und denkmalgeschützte Gebäude. Auch Gebäude, die weniger als 2 Stunden pro Tag geheizt oder gekühlt werden, benötigen keinen solchen Ausweis.

Der Ausweis wird von speziell qualifizierten Energieberatern ausgestellt. Über die Kosten kann man derzeit nur spekulieren. Auf jeden Fall liefern die Untersuchungen auch Empfehlungen zum Energiesparen und dadurch zum Geld sparen. Auf diese Weise kann der Energiepass einen Impuls für ein kirchliches Energie- und Umweltmanagement liefern und damit einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.


Dr. Hans-Hermann Böhm

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Handlungsempfehlungen des Umweltrates der Landeskirche:

Zukunftsfähige Energienutzung in den Liegenschaften der Ev. Landeskirche in Württemberg

ENTWURF der Energie-AG vom 3.2.2005

1. Ausgangspunkte

In den Ökologischen Leitlinien der Landeskirche, vom Umweltrat auf Beschluss der Landessynode ausgearbeitet und vom Kollegium des Oberkirchenrats angenommen, werden u.a. Perspektiven für die Energienutzung gegeben, zum Beispiel:
„Wir tragen der Tatsache Rechnung, dass die Vorräte an Erdöl und Erdgas nur noch für wenige Generationen reichen.
Sparsamere Nutzung von Energieträgern schont die Umwelt und spart Kosten. Bei langfristig wirkenden Entscheidungen berücksichtigen wir die steigenden Energiekosten.
Wir wollen den Energieverbrauch in den nächsten Jahren kontinuierlich senken.
Die Verantwortlichen für Beschaffung, Bauwesen, Bewirtschaftung und Wartung sind entsprechend zu qualifizieren.“

Die Landessynode hat 1998 eine „Bessere Nutzung des Energiesparpotentials der Kirche“ beschlossen und dabei u.a. aufgeführt:
„Für die Erhebung des Energieverbrauches sollten standardisierte Erhebungsbögen entwickelt und den Gemeinden zur Verfügung gestellt werden.
Die Prälaten / die Prälatin sollten in ihren Visitationen nach den Erfahrungen mit den energiesparenden Maßnahmen fragen.“

Förderung energiesparender Maßnahmen
Die Landeskirche fördert einsprechend der Richtlinie AZ 40.0 Nr. 182/8 ökologisch sinnvolle Mehrkosten bei vorhandenen Gebäuden und auch bei Neubauten, ebenso Grundlagenermittlung für das Energiemanagement auf Kirchenbezirksebene sowie Kosten für Energieschulungen auf Kirchenbezirksebene.

Die Landessynode hat 2002 die Einführung von Umweltmanagementsystemen empfohlen. Im Kern dieser Verfahren mit EMAS II und „Grünem Gockel“ geht es auch um die Verminderung des Energieumsatzes.

Anknüpfen lässt sich an die Erfahrungen und Perspektiven, die sich aus dem Projekt „Energisch Energie sparen – Perspektiven der CO2-Reduktion im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland“ ergeben haben. Damals wurde das technisch machbare und zu damaligen Preisen wirtschaftliche Einsparpotential auf 35 % geschätzt.
► Beispielhaft sind auch die Aktivitäten des Deutschen Evangelischen Kirchentages, der im Strombereich zu 90 % „clean“ ist, grünen Strom bezieht und die Energiesanierung des Fuldaer Geschäftsstellengebäudes vorantreibt u.a. einzelner kirchlicher Einrichtungen.
► Zentraler Orientierungspunkt für kirchliches Handeln sollte der Konziliare Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sein.
► Praktisches Engagement für den Klimaschutz ist auch eine Reaktion auf die langjährige Lobbyarbeit der Klimaarbeitsgruppe des Weltkirchenrates und der Aktivitäten von ECEN auf europäischer Ebene

2. Bezugspunkte

Aus nachfolgend aufgeführten Aspekten hält es der Umweltrat der Landeskirche für dringend geboten, sich verstärkt kirchenpolitisch wie praktisch für eine nachhaltige Energienutzung im Bereich der Evangelischen Landeskirche Württemberg zu engagieren:
• Die Auswirkungen des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur werden spürbarer, gleichzeitig wächst die Einsicht, dass die Klimaveränderungen durch menschliches Verhalten und Wirtschaften verursacht sind. Rückversicherungsunternehmen weisen auf die steigende Anzahl von großteils klimawandelbedingten Katastrophen hin. Bis hin zur Pentagonstudie der amerikanischen Regierung oder der Rede von Tony Blair im Herbst 2004 mehren sich die Stimmen, dass die Klima- und Energiefrage ein Schlüsselthema für die künftige Entwicklung der Welt ist.
• Nach neuesten Berechnungen sind die weltweiten CO2-Emissionen im Jahr 2002 im Vergleich zu 1990 bereits um 19 % gestiegen. Es wird davon ausgegangen, dass die CO2-Emissionen bis 2025 um ¾ höher sein werden, als 1990. Nationale „Erfolge“ werden regelrecht „verpuffen“. Indirekt ergibt sich aus dieser Situation die Herausforderung, die Anstrengungen in Sachen Klimaschutz noch zu verstärken, auch um national wie global eine Energiewende hinzubekommen.
• Am 16. Februar 2005 tritt das Kioto – Protokoll in Kraft, was die Unterzeichnerstaaten völkerrechtlich verbindlich zu (unterschiedlichen) CO2 Reduktionen verpflichtet. Deutschland muss demnach bis 2012 21 Prozent seiner das CO2 Emissionen vermeiden.
• Da in den nächsten Jahren nicht nur die Laufzeit von Atomkraftwerken zu Ende geht, sondern auch Kohlekraftwerke in die Jahre kommen, wird die Frage der Zukunft des Kraftwerksparks in Deutschland und in Baden-Württemberg die energiepolitische Debatte beherrschen. Hier wird es bedeutsam durch eigene Investitionsentscheidungen die künftige Ausrichtung (z.B. eher zentral oder dezentral, fossil oder regenerativ) mit zu beeinflussen
• Klimawandel und die praktisch politische Verantwortung Baden-Württembergs: „Das Klima im Rekordfieber“, so heißt es in einer Broschüre „i.umwelt“ des baden-württembergischen Ministeriums für Umwelt und Verkehr. Dort sind für das Jahr 2001 die Kohlendioxid-Emissionen in Baden-Württemberg verursacherbezogen dargestellt. Private Haushalte sind mit 47 % beteiligt, der Verkehr mit 30 % und die Industrie mit 23 %. Insgesamt sind es 80 Mio. Tonnen CO2, die zu verantworten sind. Als Hauptsorgenkinder werden die Privathaushalte und der Verkehr genannt
• Baden-Württemberg hat einerseits einen hohen Anteil an Kernenergie in der Stromerzeugung, andererseits ein hohes Know-how im Bereich Solarenergienutzung und ist kein Produktionsstandort für Atomtechnologie. An dieses regenerative Know-how (in den Bereichen Geothermie, Wasserkraftnutzung, dezentrale Kraftwärmekopplung) ließe sich anknüpfen, um angesichts der Notwendigkeit der Erneuerung des Kraftwerksparks eher regenerative und dezentrale Perspektiven, auch die eines virtuellen Kraftwerks mit einem Mix an Sonne, Wasserkraft, Wind, Geothermie und Biomasse, zu entwickeln.
• Bezugspunkt sollte auch der Umweltplan Baden-Württemberg sein, in dem sich das Land zum Ziel gesetzt hat, die CO2-Emissionen bis 2005 auf unter 70 und bis 2010 auf unter 65 Mio. Tonnen pro Jahr zu reduzieren. Das Land ist weit davon entfernt, die hinter den Reduktionszielen der Bundesregierung zurückbleibenden Klimaschutzziele zu erreichen.
• Das Energie-Einspeise-Gesetz (EEG), wie es im Juli 2004 verabschiedet wurde, bietet eine Fülle von Einspeisevergütungen für die Nutzung unterschiedlicher erneuerbarer Energieträger bietet (www.energiegesetz.de; oder www.bmu.de;), die einen politisch so gewollten Energieträgerwechsel auch wirtschaftlich attraktiv machen.
• Darüber hinaus sind die derzeit – und vermutlich auch langfristig – hohen Energiepreise ein ökonomischer Anlass für Maßnahmen zum Energieträgerwechsel.
• Ordnungspolitisch verpflichtet das kürzlich in Kraft getretene Bundesemissionsschutzgesetz, das Richtwerte zum Schadstoffausstoß von Heizungen festlegt, Hauseigentümer nach Ablauf einer Übergangsfrist, ihre Heizungen zu erneuern. Dies bietet eine Möglichkeit, in die rationelle wie regenerative Energienutzung einzusteigen und klimafreundliche Heizungsanlagen – nach Möglichkeit in Form von Kraft-Wärme- Kopplungen (Biogas- oder Pflanzenöl- BHKWs, Hackschnitzel-, Pellets-Heizungen) einzubauen: Gemäß der Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen (1. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes, 1.BImSchV) müssen Wärmeerzeuger ab 1.November 2004 folgende Abgasverlustgrenzwerte einhalten: Leistung
4 -25 kW 11 %
25-50 kW 10 %
> 50 kW 9 %
Damit laufen die seit 1997 geltenden Übergangsgrenzwerte aus.
Ein für Heizungsanlagen weiteres wichtiges Datum ergibt sich aus der Energieeinsparverordnung. Danach müssen Heizkessel, die vor dem 01. Oktober 1978 eingebaut wurden, bis zum 31. Dezember 2006 außer Betrieb genommen werden. Ausgenommen von dieser Regelung sind Niedertemperatur- oder Brennwertkessel.
Für Heizkessel bei denen nach dem 01. November 1996 der Brenner erneuert wurde, verschiebt sich das Datum auf den 01. November 2008.
• Evangelische Landeskirche und Diakonische Werk sind mit ihren Einrichtungen in Baden-Württemberg Großverbraucher und sind sowohl in ihrem Wirtschaften als auch im Verkehr direkt angesprochen, praktische Schritte der Schöpfungsbewahrung zu tun, um damit auch dem doppelten Anspruch von Umwelt und globaler Gerechtigkeit zu genügen. Außerdem gibt es im kirchlichen Bereich eine Fülle an Engagement im Bereich Klimaschutz und viele praktische Beispiele einer nachhaltigen Energiewende, an die sich anknüpfen lässt.

3. Zielpunkte

Energiesparen, „Aufbruch in sonnige Zeiten“ sind Ausdruck einer weltweiten Solidarität mit Mensch und Natur. Im Sinne von Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung, wäre es ein notwendiges und zugleich ehrgeiziges Ziel, über Energiesparen und den Umstieg auf regenerative Energieträger sich zur „Null-Emissions-Kirche“ zu entwickeln. Die Vision eines Abschiedes von der Nutzung fossiler und atomarer Energie soll nicht nur abstrakt bleiben sondern konkret werden. Wichtig ist es, unter der Vision einer energie-armen Kirche Schritt für Schritt sich zu bemühen, genauso viel Strom zu erzeugen, wie Kirche verbraucht und die benötigte Wärme CO2 neutral bereit zu stellen. Dies bedeutet einen energischen Einstieg in das Energiesparen – gleichzeitig auch eine Entlastung der sowieso belasteten Haushalte – und einen Einstieg in die verstärkte Nutzung regenerativer Energien.

• Das Fernziel einer Kirche, die den Klimaschutz ernst nimmt, braucht konkrete CO2-Reduktionsziele, die auch auf einen konkreten Zeithorizont (nächste 2 – 5 Jahre) festgelegt sind. Im Blick auf Beschaffung (Geräte, bis hin zum Auto), müssen Standards gesetzt werden. Diese „Rahmenbedingungen“ sollten landeskirchenweit erfolgen.
• Verstärkung des Energiesparens und des Anteils erneuerbarer Energien in den Bereichen Raumwärme und Strom über entsprechende innovative Maßnahmen(Zubau) oder Wechsel zu grünem Strom
• Die energetische Altbausanierung zu forcieren, gegebenenfalls über kirchliche Banken vorzufinanzieren
• Für Kirchengemeinden und kirchliche Träger ist eine umfassende Übersicht über den Bestand an eigenen Immobilien und deren baulichen Zustand von Wichtigkeit. Welche Gebäude werden künftig noch gebraucht, welche werden mittelfristig veräußert und wie kann der energetische Zustand der Gebäude ökologisch verbessert werden (Notwendigkeit eines energetischen Gebäudekonzeptes)?
• Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen könnten Brücken zwischen unterschiedlichen Akteuren schlagen, Netzwerke bilden, vor Ort mit Lokaler Agenda 21 eine nachhaltige lokale Klimapolitik anregen oder weiterentwickeln.
• Die Perspektive ist eine glaubwürdige Kirche, die nicht nur an Landesregierung oder Bundesregierung per Denkschrift appelliert, sondern versucht, mit gutem Beispiel und sehr anspruchsvoll in ihren Sparzielen voran zu gehen.
• Entsprechend sollte es Ziel kirchlichen Wirtschaftens sein, Energie zu sparen, zu erneuerbaren Energieträgern zu wechseln und grünen Strom zu beziehen.
• Der Bereich „Mobilität“, obwohl sehr klimarelevant, wird in diesem Text ausgeklammert In den Blick zu nehmen wäre dann besonders das Fliegen, das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel, die Verkehrsvermeidung und eine energie effizientere Nutzung des Autos, einschließlich der Nutzung grüner Kraftstoffe. Die Entwicklung einer Mobilitätskultur, die versucht kirchliche Arbeit und die dafür nötige Mobilität insgesamt nachhaltiger (sozial, ökonomisch und ökologisch) zu organisieren, bleibt eine große Aufgabe. Aktiv ist Kirche in diesem Bereich u.a. mit dem jährlichen Aufruf zum autofreien Sonntag und durch ihre Beteiligung an dem Aktionsbündnis „Mobil ohne Auto“(MOA).


4. „Doppelpunkte“ –was praktisch getan werden sollte

• Herausgabe eines einheitlichen und einfachen Energieerhebungsbogens für die Landeskirche in Abstimmung mit dem neu eingeführten kaufmännischen Rechnungswesen
• Schrittweise Einführung eines Energiepasses für kirchliche Gebäude im Vorgriff auf den nach EU Richtlinien 2006 gesetzlich vorgeschriebenen Energiepass, der eine genormte energetische Bewertung von Gebäuden über Energiekennzahlen ermöglichen soll
• Forcierung des Energiemanagements in den Bereichen Strom, Raumwärme und Warmwasser in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen zur Verstärkung des Verbrauchsbewusstseins (Festlegung eines Basisjahres, konsequente Erfassung der jährlichen Verbrauchsdaten und zeitliche und mengenmäßige Zielfestlegung, z.B. 25 % Einsparung bis 2010 – je nach Ausgangspunkt und technischen Einsparpotentialen).
• Neben der Bestandsaufnahme braucht es die Kommunikation gelungener Beispiele (best practice). Es braucht noch mehr Modellprojekte, die aus dem Energiefond gefördert werden sollten, aber auch die Zusammenstellung von best practise Beispielen.
• Verstärkte Werbung, den Energiefond zu nutzen: Nutzung der „Einstiegspunkte“ für ganzheitliche Energiesanierungen wie Pfarrer- oder Mieterwechsel, Fassaden- oder Fensterrenovierungen. Langfristige Sicherung des Energiesparfonds der Landeskirche, um u.a. entsprechende Modellvorhaben finanziell zu ermöglichen (derzeit werden 50 % der ökologischen Mehrkosten getragen).
• Einrichtung eines Energiesanierungsfonds für kirchliche Einrichtungen ähnlich der Stuttgarter Modell (einmalig hat die Stadt Stuttgart zur Finanzierung von baulichen Energiesparmassnahmen einen Fond finanziell ausgestattet, der zur Finanzierung von Einsparmassnahmen beansprucht werden kann. Dieser Fond refinanziert sich über die im Amortisationszeitraum eingesparten Energiekosten), Einführung eines anderen Kalkulationsmodells (Lebenszeit der Maßnahme als Amortisationszeit).
• Bei Neubauten - der Niedrighausstandard ist inzwischen selbstverständlich - sollte der Passiv-Haus Standard, bei Altbausanierungen der Niedrigenergiehausstandard angestrebt werden.
• Fortbildung in Sachen Energieeinsparung und Erneuerbare Energien für potentielle Akteure wie Architekten, Energie- und Umweltbeauftragte, Kirchenpfleger, technische Leiter, Finanzfachleute etc.
• Thematisierung der Energie- und Klimafrage im Rahmen der Visitationen (was die Einrichtung/Kirchengemeinde praktisch getan hat), entsprechende Information der Prälaten und Dekane
• Werbung, das Klimaschutzplus-Programm der Landesregierung zu nutzen und mit dem Impulsprogramm „Altbausanierung“ zu kooperieren(Informationen über Drittmittelzuschüsse und weiterführende Adressen siehe EFEU (Erneuerbare Energien und Umwelt) über www.elk-wue.de/cms/imblickpunkt/umweltundschoepfung/ )

Rückmeldungen erwünscht
Landeskirchenweit sind viele im Klimaschutz aktiv, es wird viel – wenn auch angesichts der notwendigen Veränderungen noch immer zu wenig – getan, viee positive Beispiele sind zu wenig bekannt. Deshalb freut sich der Umweltrat der Landeskirche über Rückmeldungen, seien es realisierte Projekte (Einsparerfolge oder Nutzung erneuerbarer Energien) oder auch über festgestellte Hemmnisse (per Email an umwel@elk-wue.de )



Ein neues Energiezeitalter muss jetzt beginnen

Die Kirchen Europas stehen im Bereich Klimaschutz in einem ökumenischen und grenzüberschreitenden Dialog. Diese europaweite Dimension wird in dem Bericht von Dr. Hans-Hermann Böhm aufgezeigt. Der Text fasst die Ergebnisse einer Versammlung des Europäischen Christlichen Umweltnetzwerks (ECEN) zusammen.
Ein neues Energiezeitalter muss jetzt beginnen (Word)








































[edit]